FM-Systeme
Links


Anmerkung in eigener Sache:
© Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt.

Immer mehr Therapeuten kopieren den Inhalt meiner Seite 1:1 (teilweise ohne Quellenangabe) auf ihre eigene Homepage. Das ist nach dem Urheberrechtsgesetz untersagt. Ich behalte mir für die Zukunft Abmahnungen vor. Für Facharbeiten und sonstige Ausarbeitungen dürfen gerne schriftliche Anfragen per Mail gestellt werden.

Grundsätzliches zu FM-Systemen:

Hat man ein Kind mit AVWS oder einer Hörstörung kann man sich häufig vor Arzt- und Therapeutenterminen kaum retten. Auch der Besuch einer Regelschule kann bei Kindern mit einer schweren Störung der Filterfähigkeit von Nutz- und Störschall mit größeren Schwierigkeiten verbunden sein. Mit einer FM-Anlage kann dieses Problem behoben werden.

Was ist eine FM-Anlage?

FM-Anlagen übertragen die Stimme des Lehrers über ein Mikrofon direkt zum Kind. Das Kind trägt einen Empfänger. Es gibt verschiedene FM Systeme, die für AVWS Kinder in Frage kommen. Auf dieser Seite finden Sie eine kleine Auswahl der gebräuchlichsten Anlagen.

Nach den akutellen Heilmittelrichtlinien (2011) kann eine FM-Anlage bei Bedarf in folgenden Fällen verordnet werden:

AVWS muss von einem Pädaudiologen sicher diagnostiziert worden sein UND es liegt gleichzeitig eine schwere Beeinträchtigung des Hörens im Störgeräusch vor.

Zurück nach oben

Links zum Thema FM

Informationen zur Kostenerstattung von digitalen Übertragungsanlagen www.comfortaudio.com

Aktuelle Fassung der Hilfsmittelrichtlinie (2017)
§ 25 Übertragungsanlagen:
(1) Übertragungsanlagen sind zusätzlich zu einer erfolgten Hörhilfenversorgung oder CIVersorgung verordnungsfähig bei der Befriedigung von Grundbedürfnissen z. B. - in der Sprachentwicklung und/oder Sprachförderung bei der institutionellen oder häuslichen Schwerhörigenfrühförderung, - bei Besuch von Kindergärten, sofern die Übertragungsanlage nicht vom Einrichtungsträger vorzuhalten ist und - im Rahmen der gesetzlichen Schulpflicht, sofern die Übertragungsanlage nicht vom Schulträger vorzuhalten ist.
(2) Verordnungsfähig sind Übertragungsanlagen, wenn nach differenzierter fachärztlich pädaudiologischer Diagnostik bei Bestehen einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung auch eine Einschränkung des Sprachverständnisses im Störschall besteht.

Aktuelle Fassung der Heilmittelverordnung
§ 3 Absatz 2:
Heilmittel können zu Lasten der Krankenkasse nur verordnet werden, wenn sie notwendig sind, um einer Gefährdung und gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken.

Einsatz von iSense-Anlagen bei Kindern mit AVWSKurzzusammenfassung eines Vortrags bei der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie 2011

S1-Leitlinie AVWS Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie, Stand 09/2014, Seite 62 Einsatz von FM-Systemen

Praxishilfen AVWS, Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie, Stand 05/2010

Konsenspapier der DGPP zur Hörgeräteversorgung bei Kindern, Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie, Stand 11/2012, Version 3.5

Zurück nach oben

Comfortaudio

Comfort Audio - das weltweit erste Hörsystem mit digitaler Funkübertragung.
Ein Klangbeispiel finden Sie hier:
http://www.comfortaudio.com/de/fur-anwender/sound-demo/

als Empfänger für das Kind:Comfortaudio Digisystem Receiver DH10

Comfort Digisystem Receiver DH 10

moderner Empfänger, der mit Hilfe von Kopf- oder Ohrhörer (oder Hörgeräten) den Klang überträgt. Die Lautstärke ist undividuell einstellbar.

http://www.comfortaudio.com/de/fur-anwender/das-richtige-kommunikationsmittel-finden/produktubersicht/comfort-digisystem/receiver-dh10/

Comfortaudio Digisystem Receiver DE10Alternativ: Comfort Digisystem Receiver DE 10

Kleiner Empfänger, der direkt hinter dem Ohr getragen wird.

http://www.comfortaudio.com/de/fur-anwender/das-richtige-kommunikationsmittel-finden/der-schule/fur-schuler-mit-konzentrationsschwache/

als Sender (Mikro) für den Lehrer:

Microphone DM 10

http://www.comfortaudio.com/de/fur-anwender/das-richtige-kommunikationsmittel-finden/produktubersicht/comfort-digisystem/microphone-dm10/

Zurück nach oben

Phonak

Das akutelle FM-System für Kinder mit AVWS von Phonak ist Roger Focus. Die Links zu Bedienungsanleitung von älteren FM Systemen wie Edulink oder iSense finden Sie unten.

als Empfänger für das Kind:

Roger Focus von Phonak

Kleiner hinter dem Ohr (HdO) Empfänger für Kinder mit AVWS. Überträgt die Stimme des Sprechers durch das Roger Touchscreen Mic direkt zum Kind

https://www.phonak.com/de/de/hoergeraete/zubehoer/roger-focus.html

als Sender (Mikro) für den Lehrer:

Roger Touchscreen Mic

Einfach zu bedienendes Mikrofon, das vom Lehrer / Lehrerin, Erzieher / Erzieherin um den Hals getragen wird und die Stimme direkt zum Kind überträgt.
Sehr gute Sprachverständlichkeit in lauter Umgebung.

https://www.phonak.com/de/de/hoergeraete/zubehoer/roger-touchscreen-mic.html

Sonstige FM-Systeme
(fürs Berufsleben, Studium, Freizeit):

Roger Clip-On Mic

Das Roger Clip-On Mic ist ein Ansteckmikrofon für schwierige Hörsituationen.

https://www.phonak.com/de/de/hoergeraete/zubehoer/roger-clip-on-mic.html

Roger Easy Pen

Der Roger Easy Pen ist ein Mikrofon für Einzel- und Gruppengespräche.

https://www.phonak.com/de/de/hoergeraete/zubehoer/roger-easy-pen.html

Roger Pen

Der Roger Pen ist ein Mikrofon für zu Hause und die Arbeit. Sprachverstehen in lauter Umgebung wird erleichtert.

https://www.phonak.com/de/de/hoergeraete/zubehoer/roger-pen.html

Roger Table Mic

Das Roger Table Mic ist ein für Konferenzen und Besprechungen entwickeltes Mikrofon und wird auf dem Tisch aufgestellt. Die Stimmen der Sprecher werden hervorgehoben, Störgeräusche werden reduziert.

https://www.phonak.com/de/de/hoergeraete/zubehoer/roger-touchscreen-mic.html

--------------------------------------------------------------------

Die hier aufgeführten FM Systeme sind nicht mehr lieferbar. Die nachfolgenden Downloads wurden freundlicherweise von der Firma Phonak zur Verfügung gestellt. Vor allen der Fragebogen von Edulink eigenet sich gut zur Erfolgskontrolle und Dokumentation, auch wenn es sich heute um Roger Focus handelt.

iSense Micro (nicht mehr lieferbar!)

Download Anleitung iSense Micro

EduLink (nicht mehr lieferbar!)

Download Infobroschüre EduLink (250 KB)

Download Studie EduLink 04 (88 KB)

Download Studie EduLink 05 (137 KB)

Download Studie EduLink 06 (200 KB)

Fragebogen für Erfolgskontrolle EduLink (70 KB)

Zurück nach oben

Checkliste FM-Versorgung:

  1. AVWS muss sicher diagnostizert sein und durch einen Facharzt bescheinigt worden sein.
  2. Das Hören im Störschall muss mit einem sprachaudiometrishen Verfahren untersucht und dokumentiert werden. Nur wenn das Hören im Störschall stark eingeschränkt ist, ist eine Verordnung einer FM-Anlage möglich.
  3. Ausstellung eines Rezeptes für eine FM-Anlage durch den Pädaudiologen und Einreichen bei der Krankenkasse. Die Krankenkasse muss innerhalb von 4 Wochen nach Einreichen der Antragsunterlagen über den Fall entschieden haben. Sollten Sie innerhalb dieser 4 wöchigen Frist keine Antwort erhalten, muss die Krankenkasse die Anlage finanzieren. Sollte Ihre Krankenkasse ablehnen, reichen Sie unbedingt innerhalb der angegeben Frist Widerspruch ein. Lassen Sie sich das schriftliche Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse geben, damit Sie Ihren Widerspruch ausreichend begründen können.
  4. Die Eltern und das Kind müssen mit einer Versorgung und Anpassung eines FM-Systems einverstanden sein. Ein FM-System, das wegen fehlender Akzeptanz des Kindes oder der Eltern nur in der Schublade liegt hilft niemandem weiter.
  5. Entscheidung darüber, mit welchem System das Kind versorgt wird durch einen Pädakustiker.
  6. Testphase im Kindergarten oder in der Schule mit der FM-Anlage um mögliche Verbesserungen und Fortschritte zu dokumentieren und zu sichern. Siehe auch Fragebogen für Erfolgskontrolle EduLink
  7. Bericht der zuständigen Pädagogen über Nutzung des FM-Systems in der Praxis. Hier haben sich Fragebögen bewährt mit einem zusätzlichen ausführlichen Bericht des Pädagogen.
  8. Zwischenbefund beim Akustiker oder Pädaudiologen, Untersuchungen und Nachweis der Verbesserung mit FM-Anlage im Vergleich ohne FM-Anlage.
    Testen Sie die FM-Anlage gemeinsam mit Ihrem Kind, zu Hause und in der Schule / Kindergarten. Schreiben Sie sich die gemachten Erfahrungen genau auf. Fragen Sie die LehrerInnen oder ErzieherInnen nach ihren Erfahrungen und bitten Sie darum, dass sie einen Bericht aufsetzten.
    Das Rezept muss bei der Krankenkasse zur Kostenerstattung eingereicht werden. In der Regel wird die Krankenkasse, bzw der Medizinische Dienst zuerst einmal ablehnen.
    Schreiben Sie einen Widerspruch mit einer ausführlichen Begründung, warum Ihr Kind die FM-Anlage dringend benötigt und reichen Sie den Widerspruch fristgerecht bei Ihrer Krankenkasse ein. Sollte Ihre Krankenkasse ein zweites mal ablehnen, bleibt Ihnen häufig nur der Weg zum Sozialgericht. In Einzelfällen haben auch schon Jugend- oder Sozialämter die Kosten für eine FM-Anlage übernommen.

Zurück nach oben

Rechtliches:

Behindertengleichstellungsgesetz (BGG)
Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

§ 9 Recht auf Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen

(1) Menschen mit Hörbehinderungen und Menschen mit Sprachbehinderungen haben nach Maßgabe der Rechtsverordung nach Absatz 2 das Recht, mit Trägern öffentlicher Gewalt im Sinne des § Absatz 2 Satz 1 zur Wahrnehmung eigener Rechte im Verwaltungsverfahren in Deutscher Gebärdensprache, mit lautsprachbegleitenden Gebärden oder über andere geeignete Kommunikationshilfen zu kommunizieren. Auf Wunsch der Berechtigten stellen die Träger öffentlicher Gewalt die geeigneten Kommunikationshilfen im Sinne des Satzes 1 kostenfrei zur Verfügung oder tragen die hierfür notwendigen Aufwendungen.

(2) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bestimmt durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,

  1. Anlass und Umfang des Anspruchs auf Bereitstellung von geeigneten Kommunikationshilfen
  2. Art und Weise der Bereitstellung von geeigneten Kommunikationshilfen,
  3. die Grundsätze für eine angemessene Vergütung oder eine Erstattung von notwendigen Aufwendungen für den Einsatz geeigneter Kommunikationshilfen und
  4. die geeignete Kommunikationshilfen im Sinne des Absatzes 1

    Zurück nach oben

 


Kosten für FM-Anlagen können unter gewissen Voraussetzungen übernommen werden

Häufig bewirken auch raumakustische Verbesserungs-
maßnahmen positives.